Verein der Altafraner e.V.

       

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Details for sapere aude 01/2006
ObjektWert
Namesapere aude 01/2006
Description Die erste Ausgabe von sapere aude, die vom Verein der Altafraner herausgegeben wurde.   Vorwort der ersten Ausgabe von Benjamin Dorn:  Liebe Leser, Im Jahr 2002 erschien das letzte Heft sapere aude, herausgegeben vom Verein ehemaliger Fürstenschüler (VeF). Leider löste sich im gleichen Jahr dieser Verein auf. Kurz davor, 2001, entstand das Landesgymnasium St. Afra zu Meißen wieder neu, indem etwa 100 Schüler in den traditionsreichen Hallen gleich neben der Albrechtsburg zu lernen beginnen durften. Drei Jahre später legten die ersten 50 Afraner ihr Abitur ab. Gleichzeitig gründeten sie den Verein der Altafraner e. V. Er sollte als Kommunikationsplattform zwischen ihnen und St. Afra die alte Verbundenheit (pietas) erhalten. Der Verein versucht bewusst an eine alte Tradition anzuknüpfen, indem er sapereaude wieder erscheinen lässt. In dieser Zeitschrift sollen Beiträge, sowohl von Altafranern der Fürstenschule als auch neue Altafraner und interessierte Leser Beiträge bringen und damit Diskussionen anregen. Inhaltlich möchten wir bildungspolitische und geschichtliche Themen behandeln, wobei wir offen für andere Gedanken sind. Die Zeitschrift nennt sich auch afranischer Bote. Afranisch bedeutet,dass wir in der spezifischen und über die afranische(n) Eigenart berichten wollen. Doch was heißt Bote? Was steckt hinter oder vielmehr in diesem Wort? („Worte, Worte - Substantive! Sie brauchen nur die Schwingen zu öffnen und Jahrtausende entfallen ihrem Flug.“)1 Das große Deutsche Wörterbuch der Gebrüder Grimm2 verrät uns, dass ein Bote etwas ausrichtet,. Wir wollen etwas ausrichten: • Ihnen und Euch möchten wir Informationen und Geschichte(n) rund um St. Afra näher bringen. • Wir möchten uns eine Traditionsreihe fortsetzen, die seit Jahrhunderten - 1543 Gründung St. Afras – besteht, • Und etwas erreichen und bewirken - Denkanstöße im wahrsten Sinne von sapere aude geben. • Etwas gestalten und veranstalten wollen wir, indem wir Ihnen und Euch ein Lesevergnügen und -denken anbieten möchten. • Dabei wollen wir die Anforderungen der anspruchsvollen Leser erfüllen. • und möchten, in metaphorischer Übertragung der Bergmannssprache, mit Ihnen und Euch Wissen erschließen. In diesem angenehm vieldeutigen Sinn möchten wir Sie und Euch zurausrichtenden Lektüre einladen. In dieser Ausgabe möchten wir zunächst unseren Verein vorstellen. Im Anschluss wird die Geschichte des Heftes skizziert. Danach wollen wir das afranische Bildungskonzept reflektieren und das Wesen St. Afras von verschieden Perspektiven aus beleuchten. Es folgt eine historische Abhandlung, in der die Zeit des 2. Weltkrieges aus Sicht eines Altafraners geschildert wird. Die Vereinssatzung und die Agenda bilden den Abschluss des Heftes. Nicht zufällig ist es, dass in dieser Ausgabe vor allem Beiträge aus den "alten Reihen" der Fürstenschüler kommen. So wollen wir zunächst die Erfahrungen dieser Autoren nutzen und in den nächsten Ausgaben werden auch die "neuen Altafraner" vermehrt zur Feder greifen. Die Aufgabe der Zeitschrift ist ihr Titel: Sapere aude - wage zu denken, wage zu wissen. Kant hat im Jahre 1784 diesen Spruch für die deutsche Aufklärung populär gemacht, indem er schrieb: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“3 Wir wünschen Ihnen und Euch eine angenehme und anregende Lektüre, wobei wir hoffen, dass wir einige Rückmeldungen von den geneigten Lesern erhalten. Wir würden auch sehr begrüßen, wenn die Lektüre dazu führt, eigene Beiträge zu verfassen. Die Redaktion ist offen und dankbar für Anregungen und konstruktiv-kritische Kommentare. Die Möglichkeiten uns zu erreichen, sind im Impressum zu finden. Die Angaben in Klammern hinter den Namen bedeuten die jeweilige Fürstenschule (St. Afra = A, St. Augustin = G) und die Zahlen den jeweiligen Jahrgang. Zuletzt möchte ich mich bei den Mitschaffenden bedanken. Dies gilt vor allem den Autoren, die durch Ihre Gedanken diese Zeitschrift inhaltlich füllen. Besonders bedanke ich mich bei Jan Vitera, der durch seine Organisation und Mithilfe viele wichtige Impulse gegeben hat. Mit den besten Grüßen und Wünschen Benjamin Dorn 1 BENN, Gottfried: Probleme der Lyrik, Wiesbaden, 1951, S. 26. 2 Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm GRIMM, Leipzig, 1860, Nachdruck: München, 1991. 3 KANT, Immanuel, in: Bahr, Erhard: Was ist Aufklärung, Stuttgart, 2004. S. 9 (RUB 9714).  
Filenamesapere_aude_01-2006-online.pdf
Filesize3.23 MB
Filetypepdf (Mime Type: application/pdf)

 

 

     

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